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Martin Lersch & Susanne Humrich: Kein Titel

Vom 22. November bis 14. Dezember sind in den Räumen der galerie#23 in Velbert-Langenberg Malereien und Zeichnungen von Susanne Humrich und Martin Lersch zu sehen.

Der in Mönchengladbach geborene Martin Lersch, studierte nach seinem Designstudium in Krefeld ab 1976 Illustration an der Folkwangschule Essen. Neben seiner Arbeit als Zeichner, Illustrator und Maler betätigte er sich auch in den Bereichen Bühnengestaltung, Buchproduktion und Musik-Performance.

Merkmal seiner Kunstwerke ist sein gezielter Rückgriff auf den unerschöpflichen Bilderfundus der Kunstgeschichte, den er erzählerisch in seine Arbeiten einfließen lässt. So entstehen eigenständige Arbeiten, die Martin Lersch themenbezogen zusammenfasst.

Hier in der Galerie sind seine „gemalten cuts“ und ihre Historie zu sehen, die in den Jahren 2010 bis 2013 entstanden sind, nach Vorlagen des Expressionismus zu Beginn des 20. Jahrhunderts und auch nach später geschaffenen Werken expressionistischer Machart bis hin zu den 1960ger Jahren. Es sind Bilderreihen, gemalt oder gezeichnet. Eine heißt „Pan-Coq“, in der Otto Pankok´s Selbstportrait- und Hahnholzschnitte nachempfunden werden in frecher Farbigkeit und mit zeitgeschichtlichen Bildzitaten. Das Vorgehen hat allerdings nichts mit Respektlosigkeit zu tun. Vielmehr ist es eine sehr persönliche Sicht, vielleicht auch eine eigenwillige Hommage auf die Zeit. Die Bilder haben ihren eigenen Humor, bzw. „Humor ist im Betrachter, nicht in dem, was er sieht“, sagt Martin Lersch.

Der Betrachter ist auch bei der in Mühlheim an der Ruhr geborenen Susanne Humrich gefragt. Sie besuchte die Werkkunstschule Krefeld und absolvierte ihr Studium bei Professor D. Crumbiegel. Susanne Humrich befasst sich überwiegend mit dem Thema Köpfe, Gesichter und Masken, die durch ihre Physiognomie sprechen. Sie zeichnet Gefühlsausdrücke wie Freude, Wut, Trauer, Verzweiflung, Spaß und anderes. Der Betrachter soll sich in einem ihrer maskenhaften Gesichter wiedererkennen oder auch neu entdecken.

Mit Farbkreiden, Bleistiften und Wasserfarben, mit Messern und mit anderen spitzen Gegenständen bearbeite sie die kleinen Pappkartons. „Ich zeichne und male, kratze und schabe in und mit der Farbe, bis mir etwas begegnet, was ich im weitesten Sinne als Kopf oder Gesicht bezeichne.“ erklärt Susanne Humrich ihre Arbeit, wobei sie nach Ursprünglichkeit, Ehrlichkeit, Unschuld, Verrücktheit und Anderem sucht.

Ihre Vorbilder finden sich in den Darstellungen überirdischer Madonnen und Engel, wie auch in den Portraits der Renaissance, die in dieser Epoche die Bedeutung eines Charakterbildes erlangten, in welchem das ganze Wesen des Dargestellten zum Ausdruck gelangt.

Wer sich überzeugen will, kann dieses in der galerie#23 an der Frohnstraße 3 in Velbert-Langenberg. Die Eröffnung ist am Samstag, 22. November um 18 Uhr. Zu sehen sind die Werke während der Ausstellung auch freitags von 17 bis 19 Uhr sowie am Samstag und Sonntag in der Zeit von 15 bis 18 Uhr (neue Öffnungszeiten) sowie nach Vereinbarung unter der Telefonnummer 02052/9258363.