Henri Deparade & Steffi Deparade-Becker:

28. April bis 17. Juni 2018

Henri Deparade erkundet die Grenzen der Malerei. In seinen aufgewühlten Kompositionen überlagern sich Linien und Farben und verdichten sich zu figürlich wahrnehmbaren Szenen. Es ist, als seien die Bildebenen wie transparente Folien übereinander geschichtet. Dabei herrscht nicht nur ein fortwährender Kampf zwischen den Geschlechtern, sondern auch ein solcher zwischen Figur und Grund, zwischen Kontur und Fläche in diesen Bildern. Titel sind dem antiken Mythos entnommen, Namen, die für Extremsituationen, für die abgründigen, die bodenlosen und zeitübergreifenden Wahrheiten.

Steffi Deparade-Beckers Arbeiten sind eine Synthese aus Malerei und Collagen. Letztere offenbaren sich oft erst nach genauem Hinschauen. Sie sind verborgen in den sich überlagernden malerischen Flächen und kaum noch sichtbar. Aus der Distanz als schöne Landschaft wahrgenommenen entdeckt man noch zusätzliche, unvermutete Bedeutungen. Es sind Rudimente von Zeitungs- und Zeitschriftenfotos sowie auch Textteilen, die oft sogar Anlass für das Bild waren. Allerdings werden sie in den Hintergrund verbannt.

Beide Künstler studierten an der Hochschule „Burg Giebichenstein“ in Halle, leben und arbeiten heute in Dresden.